Die diesjährige Tour hatte es in sich. Nicht etwa, dass die Strecke übermässig schwierig gewesen wäre. Aber die äusseren Umstände kann man durchaus als «anspruchsvoll» bezeichnen.
Schliesslich werden wir am Schluss der Reise protokollieren, dass es keinen Tag ohne Regen, aber wenigstens auch keinen Tag ohne Schnee gab.
Und dies, obwohl Fronks Wetterbericht, am Freitag, 6. August noch so lautete:
«Von Süden her baut sich ein stabiles Hoch über unser Tour-Gebiet auf. Donnerstag: Leichte Bewölkung, bis 24 Grad. Für den Abend leichte Kleidung zu schwerem Essen. Freitag: Sonnig, bis 23 Grad. Für den Abend ist eine leichte Bierkleidung zu empfehlen. Samstag: Sonnig bis sehr sonnig, 25 Grad. Für den frühen Abend relaxen auf der Terrasse, danach Country-Style-Klamotten?? Sonntag: Sonnig, 24 Grad. Gegen Abend Sprühregen, erleichtert den Abschied. Also - auch zum Fahren leichte Kleidung und leichten Helm mitnehmen. Regenzeug darf man, sollte man aber nicht vergessen.»
Die Tour lief folgendermassen ab:
Am Donnerstag treffen wir uns im Basler Hof in Bettingen. Dabei sind: Fronk und Carmen (Heritage), Uwe und Eva (auf Deutscher Wertarbeit...), Dölf und Christa (leihweise auf einer Screaming Eagle E-Glide), Alex und Susi (E-Glide), Thomas (BUELL) und Simon (Road-King) sowie Andreas (V-Rod). Ausserdem ist Lissy noch vor Ort, aber bloss um uns bei Regenwetter zum Abschied zu winken, um sich dann im Auto nach Hause zu begeben, wohl um 4 Tage «sturmfrei» zu geniessen. Die Fahrt geht in Richtung Rheinfelden los und schon bald geniessen wir die Kurven nach Todtmoos und zum Schluchsee. Beim ersten Tankstop - es schifft noch immer - macht Andreas eine Lagebeurteilung und wählt in der Folge die Variante «Zurück zum Start». Unsere Fahrt geht weiter nach Neuhausen am Rheinfall. Die Zeit ist schon fortgeschritten und so will Fronk wohl mit Blick auf den Rheinfall vespern. Nein, er will uns noch die eine oder andere Baustelle zeigen, bevor es auf der Autostrasse weitergeht. Schliesslich doch das Einsehen. Pudelnass, aber noch nicht durch folgt das Mittagessen kurz vor 14 Uhr. Schliesslich guidet LX die Gruppe am Nachmittag nach Appenzell, wo Sightseeing angesagt ist. Es ist jetzt trocken, wir sitzen sogar vor einem Restaurant. Plötzlich aber riecht es wieder nach Regen und wir nehmen die letzten Kilometer zum Bären in Goten unter die Räder. Dort trocken legen und anschliessend wunderbar essen, einen trinken - oder auch zwei, und ab unter die Decke.
Am Freitag lassen wir es, wie alle Morgen gemütlich angehen. Zwischen 0830 und 0900 frühstücken. Abfahren wollen wir um 10 Uhr. Wir starten trocken und können die Schwägalp so richtig geniessen. Der Ricken ist ein nächster Übergang. Schliesslich trinken wir einen Kaffe in Feusisberg im Panorama Resort & Spa . Die Aussicht über den Zürichsee ist atemberaubend und es fühlt sich auch gut an, mal auf die Schönen und die Reichen, welche hier in der Gegend wohnen herunter zu blicken. Mit dem Etzelpass meistern wir die nächste Wasserscheide und auf der Sattelegg gibt’s Mittagessen. Draussen ist es kühl. Im Linthtal über Glarus zum Klausenpass nimmt die Feuchtigkeit wieder stark zu. Regenzeug anziehen. Wir sind schon ein wenig geübt darin. Der Klausenpass ist nicht ganz ohne, wenn dann noch Regen und eine Sichtweite von maximal 15 bis 20 Metern dazu kommt wird er geradezu mühsam. Auf dem Urnerboden dürfen wir doch kurz mal etwas von dieser wunderschönen Landschaft mitnehmen. Bei Bürglen werden die Maschinen aufgetankt, bevor der Aufstieg nach Andermatt, zum Hotel Kronen absolviert wird. Auch hier erwartet uns ein feines Essen. Bettzeit ist aber etwas früher heute. Der eine oder andere hatte wohl am Vorabend die guten Vorsätze nicht lückenlos umgesetzt.
Am Samstag starten wir gleich im Regenzeugs in Richtung Airolo. Vorerst ist es eine Slalomfahrt um hunderte von Velofahrern herum. Das Alpen-Brevet findet statt. Sehr zur Freude unserer mitreisenden Ladies präsentieren sich stramme Radler-Wädlis, zum Teil sogar nackige. Und dies bei wahrlich schon fast winterlichen Temperaturen und bei Regenwetter. Wir unsererseits begnügen uns mit weniger Höhenmetern. Durchs Bedrettotal pöttern wir dem Nufenen-Pass zu. Auch hier wechseln sich lichtere Momente mit graueren ab. Das Goms runter geht schon wieder ziemlich trocken vorwärts und wir geniessen wie schon einige Male auf dieser Tour schöne Landschaften und noch schöner geschmückte Häuser. In Visp halten wir bei einer Pizzeria. In Goppenstein entern wir den Zug und gönnen uns eine Verschnaufpause bis nach Kandersteg. Hier schneit es allerdings nicht, wie von LX prognostiziert, so richtig Freude macht das Wetter aber auch nicht. Der Kander folgen wir bis nach Spiez um dann in nördlicher Richtung unsere letzte Herberge auf unserer Tour, das Gurnigelbad anzufahren. Die schöne Bergrennstrecke können wir nicht vorbehaltlos geniessen. Schliesslich vertragen sich Gummi, Bitumenflecken und Wasser nicht allzu gut miteinander. Das Gurnigelbad hat eine lange Geschichte hinter sich und irgendwie wird man von dieser gefangen. Schliesslich erfreuen wir uns auch an diesem Abend eines prima Nachtessens. Unsere Träume werden begleitet vom Rauschen des Regens. Über die sich in dieser Nacht ereignenden Unwetterschäden wird in den Nachrichten noch zu hören sein.
Unser letzter Tag beginnt trüb und grau. Der Optimismus, wenigstens an einem Tag auf der Tour das Regenzeugs beiseitelassen zu können, verfliegt beim Blick nach draussen. Die Stimmung in der Gruppe allerdings ist nach wie vor ungetrübt. Unsere Gäste aus Deutschland haben sich jedenfalls vorgenommen, die Schweiz nochmals zu bereisen. Dann aber bei anderen Witterungsverhältnissen. Über Guggisberg, Schwarzenburg und Flamatt führt die Route durch das Saane-Land nach Erlach. Wir queren den Chaumont bevor im Chalet Mont-Crosin ein währschaftes Mittagessen verpflegt wird. Nach dem Essen heisst es Abschied nehmen, da die Route nun direkt über Delsberg in Richtung Basel führt und schliesslich verschiedene Zielorte noch erreicht werden müssen. Die Tour wird uns in Erinnerung bleiben als leicht zu feucht, aber immer sehr fröhlich. Dank noch an dieser Stelle für das uns geschenkte Vertrauen, für die Vorbereitungsarbeiten, den Tour-Guide sowie an alle FotografInnen, welche massgeblich dazu beigetragen haben, dass die Tour immer mal wieder Revue passieren kann. Hier geht es zur Bildergalerie.