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24.-27.09.2009 - Fronk-Tour

Fronktour durch Jura, Westschweiz und WallisDer ultimative Bericht zu einer ultimativen Tour, der Fronk-Tour Nullneun!
Fronks und Carmens Vorbereitungen waren perfekt: Die Tour vom 24. bis 27. September war frühzeitig ausgeschrieben, die Road-Crew organisiert und das Wetter: Whow!

Am Start standen neben Fronk und Carmen, Lissy, Jürgen und Susanne, Thomas und Thomas, Dölf und Christa, Uwe und Eva, Dieter und Petra sowie Road Captain LX. Neben unseren amerikanischen Kulteisen kamen noch deutsche Wertarbeit und ein Japanischer Dauerläufer (29-jährig immerhin) zum Einsatz. Treffpunkt am 24. September um 9 Uhr ist das Café Streuli in Bottmingen. Nach dem Start zur moderaten ersten Etappe von 185 Kilometern (6535 Höhenmetern) erfolgt bereits eine weitere Pause auf dem Col des Rangiers. Im Hotel-Restaurant Les Rangiers werden die ersten Kurven und der flotte Ritt zur Passhöhe beschwatzt. Es folgt eine eigentliche Achterbahnfahrt durch den französischen Jura, unterbrochen durch den Mittagshalt in Biaufond wo uns gleich demonstriert wird, was ein echter Fisch, frisch gefangen ist. Berühmte Uhrenstädte lassen wir hinter uns und statten dem Kühlschrank der Schweiz (La Brévine, der Kälterekord stammt aus dem Jahre 1962 mit minus 42,6 Grad Celsius) einen Besuch ab, ohne allerdings, dass wir uns warm anziehen müssen! Im Hôtel du Théâtre in Yverdon beziehen wir Quartier, freuen uns aufs Nachtessen im «Du Château». Der Tag 2 sieht 256 Kilometer vor, geht über 7542 Höhenmeter und führt – grob – nochmals über den Jura, um den Genfer See (Lac Léman) nach Montreux. Nach dem wunderschönen Col du Mollendruz meldet Thomas Suzuki Durst an, den der Road Captain in Le Pont am schönen Lac de Joux zu stillen gedenkt. Da aber ein Brand in einem Verteilwerk die gesamte Stromversorgung lahm gelegt hatte, wurden wir freundlich und mit entschuldigendem Achselzucken nach Vallorbe weiter gewiesen. Aber auch dort gab’s weder Pfus noch Most, nur den Tipp noch weiter nach Orbe zu fahren. Dort bunkerten wir dann wieder den geliebten Saft aus der Säule – die Suzi hatte bis auf wenige Deziliter alles brav verarbeitet. Dieser Umweg bescherte uns einige Zusatzkilometer – das Tagestotal für die ganze Tagestour (dazu noch später etwas mehr…) stieg nun auf über 300 Kilometer. Zurück auf unserer Route passierten wir das Vallé de Joux und verpflegten auf dem Col du Marchairuz im gleichnamigen Restaurant. Über schönste Nebenstrassen und –strässchen erreichen wir Nyon und wühlen uns durch Genf. Hätte uns Dölf nicht gezeigt, zu was Velo- und Busspuren auch noch dienen können, wir wären wohl noch mitten in der Nacht unterwegs gewesen. Hinter Annemasse dann war wiederum zügigeres Vorwärtskommen möglich und auf dem Col de Cou gab’s einen Kaffe-Halt in einem schnusigen Beizli. Ein paar wenige von uns zeigten erste Ermüdungserscheinungen oder kürzlich erlittene Blessuren meldeten sich wieder, sodass die Fortsetzung der Tour in einer Gruppe Fronk (über Thonon-les-Bains entlang des Genfer Sees direkt nach Montreux) und in einer Gruppe LX (der wunderschönen D22 folgend nach Abondance, Pas de Morgines, nach Montreux) zum finalen Abschluss gebracht wurde. Die beiden BMW-Piloten Uwe und Jürgen fanden die Performance der Electra Glide bemerkenswert, war ihnen bis anhin noch nicht wirklich aufgefallen, wie flink man mit dieser Polstergruppe wedeln kann. Zufrieden erreichten jedenfalls alle das Hotel Masson wo ein qualitativ und quantitativ vorzügliches Essen in bester Kameradschaft zelebriert wurde. Ganz wichtig für Harleytreiber: Es wurde uns sogar noch eine Garage leer geräumt, damit die Mopeds sicher übernachten konnten. Ein paar Nimmermüde stiessen dann noch ins Nachtleben von Montreux hinunter – andere wiederum genehmigten sich noch einen Schlummi bevor sie sich aufs Lager warfen. Am 3. Tag wollen wir 214 Kilometer abspulen und dabei noch 7621 Höhenmeter überwinden. Kurz vor dieser Tour kreierte der Road Captain noch eine Schlaufe über den Col de la Croix nach Les Diablerets. Vor dem Aufstieg zum Pass stiftete Tomtom noch etwas Verwirrung in Villars-sur-Ollon, indem wirklich das Dorfzentrum überfahren werden sollte. Infolge dessen gab es vorübergehend etwa 3 Gruppen, welche das Dorf auf unterschiedlichsten Routen erkundeten. Schliesslich aber fanden wir uns wieder schmunzelnd auf dem richtigen Weg. Der Col de la Croix ist eine veritable Prüfstrecke für Fahrwerk und Rückgrat. Es braucht auch nicht wirklich Geschwindigkeitslimiten – die vielen Kuhfladen auf der Strasse führten zu moderatem Vorwärtstreiben. Kreuzende Alpabzüge liessen uns inne halten, so gab es ein beschauliches Vorwärtskommen. Die wundereschöne Alpenwelt konnte somit noch exzessiver genossen werden. Von Les Diablerets aus musste der Tourenführer den direkten Weg zur Dealership in Thun nehmen, da die hydraulische Kupplung ihren Dienst als wie öfter versagte. Nun übernahm Fronk, welcher die Gruppe sicher durchs Fribourger Land und entlang des Thunersees nach Interlaken ins Beausite begleitete. Dort war auch LX bereits eingetroffen und breites Grinsen signalisierte, dass Frankys Leute gute Arbeit geleistet hatten. Zimmerbezug, Apéro, Einkaufsbummel waren nun angesagt bevor ein Buffet à discretion Gaumenfreuden bereitete. Die Stärkung war willkommen, denn am Schlusstag sollte noch das Dach der Tour erreicht werden. Der letzte Tag der Tour führte über 260 Kilometer mit 7703 Höhenmetern über den Sustenpass, mit 2269 Meter über Meer der geografische Höhepunkt unserer Reise. Gleich nach dem Frühstück verabschiedete sich Thomas, er nahm den direkten Weg nach Basel, da er gleichentags noch Kassel erreichen wollte. Auch Dieter und Petra wollen die Sache etwas ruhiger angehen lassen und Basel auf eigene Faust erreichen. So verblieben noch 7 Mopeds auf der Route über Meiringen, Sustenpass, mit einem Fotohalt und der Möglichkeit, fröstelnde Knochen bei einer schönen Tasse Kaffee zu erwärmen. Über Wassen und Altdorf mit anschliessender Traumstrecke entlang des Vierwaldstätter See folgt der letzte Mittagessenhalt im Restaurant des Hotel Eden in Sisikon. Bei anhaltend prächtig-warmem Wetter geniessen wir die Sicht auf den See. Der Blick vorwärts auf den Verladezeitpunkt in Lörrach lässt uns die geplante Strecke nicht zu Ende bringen. Über die Autobahn steuern wir Olten und danach den Biker-Treff im Isebähnli in Trimbach an. Das ist der grösste Töfftreff in der Schweiz. Und dort – oh Wunder – sitzen bereits Dieter und Petra gemütlich am Tisch. Hochgeschreckt werden wir aber alle, als erst noch ein Dampfzug über die Brücke fährt und lautstark auf sich aufmerksam macht. Modern Steam macht in diesen Tagen auf vergangene Zeiten mit abenteuerlichen Reisen. Nun gilt es aber auch für unsere Gruppe voneinander Abschied zu nehmen. Mit einem lachenden (eine beinahe makellose Tour ging über die Bühne) und einem weinenden (ist es nun wirklich schon wieder vorbei?) Auge sagten wir «Tschau» und hoffen auf ein Wiedersehen, irgendwann, irgendwo – wenn möglich wieder auf unseren geliebten zwei Rädern. Der letzte Pass der Tour – der untere Hauenstein – wird flott überwunden und die Kolonne windet sich durchs obere Baselbiet in die Anonymität der Stadt Basel. Schön wars! Chömmet guet hei! Revue passieren kann man die Tour mittels Fotogalerie.