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04.-08.09.2008 - European Bike-Week

European BikeweekIm September stand die vorläufig letzte Mehrtages-Tour der Harley-Friends auf dem Programm. Am Donnerstagmorgen zwischen halb und Acht treffen sich Vizepräsi Rolli und Manuela sowie Tommy beim Präsi LX und Susi in Gelterkinden zum «Kaffi mit Gipfeli».

Kurz nach 8 aber wird die erste Tagesetappe, grob Gelterkinden – Saalhöchi – Aarau (Autobahn über Zürich nach Uster) – Wattwil – durchs Toggenburg. Spätestens in dieser Gegend erfahren wir, dass die Prognosen schon ziemlich stimmten. Wir wurden immer mal wieder frisch geduscht. Nach Buchs folgt nochmals ein Stück über die Autobahn bis Landquart. Dann fahren wir hoch nach Davos Wolfgang, wo im Restaurant Kulm der für uns schon fast obligatorische Mittagshalt statt findet. Über den Flüelapass geht’s weiter durch das Unterengadin nach Martina wo wir die Grenze nach Öesterreich passieren um wenige Kilometer später nach Italien einzufahren. Über den Reschenpass erreichen wir das Vinschgau. Das Rössl in Rabland ist das Tagesziel. Daselbst treffen wir nicht nur auf den gewohnt komfortablen Service, sondern auch noch auf eine kleine aber feine Delegation des Basel Chapter: Heiri alias Waldorf sitzt zusammen mit Marco und Beatrice beim Dinner. Am 2. Tag wollen wir unser Hotel am Wörthersee erreichen. Somit stehen wir relativ früh auf den Beinen, geniessen das Zmorge-Buffet und fahren dann los. Allerdings erst nach einer Schrecksekunde für Tommy. Seine Softail machte keinen Wank mehr. Mit Rollis mentaler Stärke und dem heimlichen Stossgebet von LX grummelte die Harley schon bald wieder zufrieden vor sich hin! Auch Tommy grinste wieder und wischte sich ein paar Schweisstropfen von der Stirne. Über Meran – das Wetter wurde wieder recht abwechslungsreich (!) – enterten wir die Passhöhe auf dem Jaufen. Teilweise beträgt die Sichtweite noch gerade mal 10 – 12 Meter. Nebel und Nieselregen fordern erhöhte Aufmerksamkeit. Mit Cappuccino und Apfelstrudel versorgt geht’s weiter, dem schöneren Wetter entgegen. Nach der Grenzpassage Italien/Öesterreich machen wir Halt in Sillian im Gasthof Sillianer Wirt. Ein wunderschönes Gasthaus in zum Teil uraltem Gemäuer. Es folgt das Pustertal. Über Lienz, Greifenburg und Spittal erreichen wir die Umfahrung Villach und landen zufrieden und müde in Auen am Wörthersee. Das 4-Sterne-Haus Seehotel Vinzenz lockt mit einem eigenen Strand! Freudig wird parkiert und beladen drängen wir zur Réception. Aber halloooohhh – jetzt werden wir wieder hellwach: Wir wurden (noch) nicht erwartet! Man hatte uns falsch eingetragen, das Hotel war ausgebucht. Zum Glück hatte Rolli die E-Mail-Bestätigung mit den korrekten Terminen dabei. Jetzt überliessen wir es dem Hotel, für uns eine neue Bleibe zu finden, welche uns passte. Die Dame am Empfang gab sich alle Mühe und derweil sie eine neue Unterkunft suchte, assen wir die ganze Pralinenschüssel leer. So quasi als stiller Protest … Schliesslich erhielten wir Bescheid. Zwar deutlich teurer aber ein unvergesslicher Ort, wie sich im Nachhinein herausstellte. Die Villa Bulfon steht mitten im Geschehen, bietet aber mit einem Park und einem Strand von 35000 m2 eine ruhige Oase im hecktischen Bike-Week Rahmen. Wir kommen uns vor, wie kleine Könige. Der Schwumm im See, mit anschliessendem Apéro im lockeren Badedress, mit perfekter Bedienung lässt uns die Zeit ein wenig vergessen. Schön, dass wir gleich zwei Nächte gebucht haben. So kann auch die Bleibe ein wenig besser genossen werden. Am Ruhetag geniessen wir erst das Frühstück und machen uns zum Faakersee auf um Tommy in den Event einzuführen. Derweil erholt sich Susi vor Ort. Es gibt viel anzuschauen und der Bike-Event findet auch im Zentrum von Velden statt. Am Faakersee geht natürlich die Post in gewohntem Masse ab. Das gute Wetter trägt wesentlich dazu bei, dass es auch einige leichter bekleidete Damen an die frische Luft schaffen. Hier verweisen wir gerne auf die Fotogalerie. Insgesamt wurden von uns 677 Fotos geschossen. Eine feine Auswahl findet sich in der Fotogalerie. Der 4. Tag bringt uns die Königsetappe mit knapp 400 Km. Über Villach – Spittal – Obervellach – Rangersdorf finden wir zum Start über den Grossglockner. Nach dem Fuscher Törl auf 2394 MüM kommt noch schlechtes Wetter hinzu. Es wird uns begleiten bis ans Tagesziel in Imst. Die Krimml-Strasse wird zur Reifeprüfung. Zum einen schüttet es gewaltig und zum andern schafften es die Österreicher tatsächlich, die Dohlendeckel genau mitten auf die Fahrspur zu legen, was automatisch dazu führt, dass die Harley-Piloten die Arschbacken anständig zusammen drücken müssen. Ob so viel Verständnis für die Zweirad-Community bleibt einem nur ungläubiges Kopfschütteln. Die Mittagspause machen wir heute in einem Zufalls-Gasthaus am Wegesrand. Wir treffen es vorzüglich und können uns ein wenig trocken legen. Allerdings kriegt Rolli während dem Essen plötzlich einen Lachanfall, welcher sich ungebremst auf die übrigen Mitreisenden überträgt. Es wird so heftig, dass sich nach und nach die übrigen Gäste verabschieden. Was genau der Auslöser war, ist nicht mehr heraus zu finden. Jedenfalls gröhlten wir solchermassen, dass wir schliesslich auch noch von innen heraus nass wurden. Das Essen war hervorragend, von der Vorspeise bis zum Nachtisch. Wir zögern die Abfahrt noch ein wenig hinaus, denn es schüttet zuweilen wie aus Kübeln. Schliesslich stellen wir uns der Herausforderung und entern unsere Bikes. Trotz widerwärtigstem Wetter- und Strassenzustand erreichen wir am Abend den Gasthof Sonne in Imst ohne Zwischenfälle. Hinter dem Haus hat es einen gedeckten Motorradunterstand den wir dankbar nutzen. Die Zimmer sind grosszügig (wir können alles zum Trocknen irgendwo aufhängen) und das Abendessen ist prima. Allzu lange bleiben wir aber nicht auf, der Tag hat auch Spuren bei den Sozias hinterlassen. Der letzte Tag kündigt sich trocken an. Für einmal bleibt das Regenzeugs in den Taschen verstaut. Der Fernpass ist schön zu fahren. Noch schöner wäre es, hätte es nicht soviel Verkehr. Und das an einem gewöhnlichen Montag. Auch der Engpass (der heisst wirklich so…) wir noch bezwungen, bevor wir in Meersburg am Bodensee zu Mittag essen. Es ist richtig schönes Wetter und wir geniessen den frischen Duft vom See her. Mit der Fähre wird nach Egg übergesetzt. Nach Schaffhausen fahren wir durchs Klettgau und queren auf unserer Tour bei Laufenburg ein letztes Mal eine Landesgrenze. In Möhlin schliesslich kehren wir nochmals ein um anzustossen auf eine unfallfreie und erlebnisreiche Tour. Auch wenn es an 3 von 5 Tagen zum Teil kräftig geschüttet hat, es war ein Erlebnis, das uns niemand mehr nehmen kann. Wer mehr wissen will, fragt Rolli, Tommy, Manuela, Susi oder LX. Bilder zum geniessen gibts obendrauf.