Wir schreiben den 31. Juli 2007 und stellen fest: Das Wetter ist kühl, verspricht aber über den Nationalfeiertag prächtig zu bleiben. Was also tun, ausser unsere Harleys über den Asphalt zu treiben?
LX und Susi planen, die Familie Schaub auf dem Campingplatz bei Giswil zu besuchen, um anschliessend im Hotel Landhaus in Giswil zu nächtigen. Für den 1. August ist vorgesehen, dass die Friends auf das Frühstück um ca. 09.45 Uhr ebenfalls einfahren werden.
Die Anfahrt führt uns über den Hauenstein, mit einem kurzen Autobahnabschnitt nach Dagmersellen. Willisau, Wolhusen, Schüpfheim sind die weiteren Stationen bevor es nach Sörenberg und über die Panoramastrasse an unser Ziel geht. Nach dem Zimmerbezug machen wir noch einen Abstecher ins Camp von Dieter - anschliessend gibt’s Nachtessen auf der Panoramaterrasse. Alles ist perfekt, der Wein geradezu hervorragend. Dass auch noch unserem Wunsch nach einem abgeschlossenen Parking für die Harley entsprochen werden kann setzt dem Aufenthalt die Krone auf. Am Morgen um 08:40 Uhr - für Susi und LX mitten in der Nacht - klopft es an die Tür. Fix aus der Furzmulde gejuckt wird geöffnet und gestaunt: Im perfekten Biker-Outfit stehen Rolli - Manuela, Jörg - Marianne sowie unser wieder genesener Fronk vor der Türe. Das Grinsen der fünf reicht vom einen Ohrläpchen bis zum anderen hinüber. Whow, was für eine Überraschung! Jetzt pressierts und eine gute Stunde später, die Route ist besprochen und auf dem Tomtom programmiert, startet der spontane 1.-August-Run. Über den Brünig geht’s rechtsufrig nach Interlaken und linksufrig weiter nach Wimmis. Wir staunen über die nicht enden wollende Blechlawine welche sich bergwärts quält und geniessen unser zügiges Vorankommen. Über Blumenstein führt der Weg bis kurz vor Riggisberg wo wir links halten um den Gurnigel zu bewältigen. Schwefelbergbad und Sangernboden heissen die nächsten Stationen und die Route stellt anständige Anforderungen an unsere Harleys wie auch an unsere Köpfe und an unser Können. Weiter geht’s über Riffenmatt nach Schwarzenburg, Flamatt, Laupen, Kerzers. In Kallnach muss man mal gewesen sein, wenigstens wenn man Köhli heisst. Der Heimatort von LX wird durchfahren und das eine oder andere Schild ist mit dem nicht sehr weit verbreiteten Namen angeschrieben. Jetzt benötigen verschiedene Damenfudis eine Pause, man möchte an einem See dinieren. Der Weg führt nach Nidau wo wir aber «unsere» Beiz erst im 3. oder auch 4. Anlauf finden nachdem ein Abstecher direkt zum Strandbad führte. Fudis sei Dank und auch den Bäuchen war’s bald einmal wieder wohl - die Pause tat gut. Jetzt übernahm Rolli den Lead und pilotierte uns zielgenau über Tavannes nach Bellelay. Dort wartet, im Restaurant de l’Ours, die berühmteste Schwarzwäldertorte des Juras auf uns. Heute allerdings vergeblich. Der Jörg hatte es plötzlich eilig - oder war’s sonst ein Energieanfall? Jedenfalls verpasste er den Stopp, wir hintennach. Châtelat, Undervelier heissen die nächsten Stationen bevor ein paar Kilometer weiter schliesslich Delémont erreicht wird. Das Dessert muss natürlich nachgeholt werden, im Le Mexique geniessen wir selbiges, wobei der Jörg verzichtete: Er hatte bereits in Nidau zugeschlagen - nun war allen klar, weshalb er in Bellelay neben der Schwarzwäldertorte vorbei gepöttert war…
Da sich die Route in Laufen trennte, verabschieden wir uns schon vor der Weiterfahrt in Delémont und eine prächtige Ausfahrt geht zu Ende. Bilder hierzu gibts auf der Bildergalerienseite.