
Das Risiko eingegangen, alles bestens.
Die Wetteraussichten - naja! Aber erstens kommt es anders, zweitens als man voraussagt. So treffen sich 4 Members, teils mit Besatzung und 3 Prospects, einmal ebenfalls mit Besatzung in Eptingen um 09.30 Uhr zum Start auf die Erstausgabe der Saisoneröffnungsfahrt 2021.
Konkret starten also RoadCaptain Skip mit Renate, Shark, Blade und LX mit Susi (Danke für die Bilder). Ebenfalls am Start sind die Prospects Matthias mit Gertrud, Markus und Martin. Letztere möchten unseren Verein mal «in der Praxis» kennenlernen und wir natürlich die Interessenten, ob es passt. Es passte, für alle, soviel sei schon mal verraten. Dies natürlich auch, weil der RC nicht nur eine exzellente Route - gefahren sind wir 287 Kilometer - geplant hat, sondern auch gleich das Wetter dazu. Der Routenplan zeigt das Greyerzerland als Ziel:
| Track length: | 288.2 km |
| Moving time: | 6:33 |
| Average speed: | 43.93 km/h |
| Total ascent: | 3723 m |
| Total descent: | 3905 m |
Nach einer Kurzrepetition zum Convoy-Fahren entern wir die Bikes und überqueren den Chilchzimmersattel. Es ist zwar noch etwas früsch an diesem Sonntag, aber die Aussicht erwärmt bereits ein erstes Mal unsere Herzen. Auf dem weiteren Weg durch das Mittelland zwischen Neuendorf und Rubigen entdecken wir Strecken, welche nur den wenigsten unter uns bekannt sind. Fabelhaft! Auch die weitere Streckenführung weckt Begeisterung. Beim Vreneli vom Guggisberg dann ein erster Halt. Im Haus der Gemeindeverwaltung hat (immerhin...) das WC geöffnet und der lokale Marktverband ist auf dem Vorplatz präsent. Kaffee und dies und das kann konsumiert werden. Dann steuern wir eine Grillstelle südwestlich von L'Essert, oberhalb des Lac de la Gruyère an. An selbiger nehmen wir zur Kenntnis, dass nicht wir alleine diese gute Idee verfolgten. Eine Gruppe albanischstämmiger Menschen hat sich ausgebreitet und war ganz offensichtlich schon länger beim kochen. Grillieren kann man dem nicht mehr sagen. Auf der Grillstelle wurden abwechslungsweise grosse Blechdeckel aufgeheizt, welche über ein grösseres, rundes Wähenblech gelegt wurden. So quasi grillieren mit Oberhitze. Es könnte sich dabei um «Pite tetovare» gehandelt haben. Sicher bin ich nicht.
Überaus freundlich waren diese Leute. Sofort wurde für uns ein Tisch geräumt und als Sahnehäubchen servierten sie uns gar noch drei Teller belegt von eben diesem ganz speziellen Gericht. Es war sehr fein! Unsere Komplimente wurden quittiert mit dem Hinweis, dass wir unbedingt einmal nach Albanien fahren sollten um die dortige Küche zu geniessen. Übergewicht auf dem Heimweg inklusive.
Nun verpflegten wir also ganz gediegen. Diverse Tischgrillmodelle kamen zum Einsatz, aber auch gebrätelt wurde an der Feuerstelle. Und rege haben wir uns ausgetauscht und bald einmal gespührt, dass da eine gute Harmonie in der Gruppe vorhanden ist. Zum Glück fahren wir Tourer. Diese machten es möglich, dass es uns an nix fehlte. Vom Apéro über Hauptgang, bis zu Kaffee und Kuchen war allerlei im Angebot. Auch gepolsterte Waldbankauflagen fanden z.B. Platz und machten das Sitzen für unsere Rückseiten bequem. Leider konnten wir nicht den ganzen Nachmittag dort verbringen, ab 18 Uhr drohte Regen. So schwangen wir uns wieder auf unsere Stahlrosse und pötterten in zügigem Tempo wieder in die Nordwestschweiz. Bei Balsthal wurde getankt und Shark verabschiedete sich in Richtung Aargau. Der Rest der Gruppe fuhr über Langenbruck ins Waldenburgertal. Beim Bad Bubendorf wurde die Saisoneröffnungsfahrt abgeschlossen und die Friends zerstreuten sich in Richtung ihrer jeweiligen Wohnorte. Die Gedanken schimmerte bereits der kommende Sonntag durch. Dann steht das Ersatzdatum der Saisoneröffnungsfahrt an. Und da der RoadCaptain bereits geplant hat, muss nur noch Petrus milde gestimmt werden. Damit es erneut heissen kann: Start your engines please...
Zuhause dann war rasches Auspacken/Retablieren angesagt. Ganz langsam setzte der Regen ein, welcher sich dann am Montagmorgen in Schneeregen verwandelte. Die Bildersammlung ...